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Know How > Toleranzen


KOKILLENGUSS: GENAUIGKEIT IST KEINE HEXEREI.

Die Maßgenauigkeit der Abgüsse ist u. a. von Größe, dem Schwierigkeitsgrad des jeweiligen Gussteiles, dem Gießwerkstoff sowie den jeweiligen Wandstärken abhängig; die erzielbare Genauigkeit wird mithin durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst.

Für eine technisch-wirtschaftliche Betrachtung der Zusammenhänge folgt daraus, dass enge Toleranzen einen erhöhten Aufwand für den Formenbau sowie für alle weiteren Fertigungsstufen und Kontrollmaßnahmen bedeuten. Die einzuhaltenden Toleranzen sollten deshalb so genau, wie es die Funktion verlangt, und gießtechnisch so günstig wie möglich gewählt werden.

Die Zusammenhänge von Gussteilmaßen, Freimaßtoleranzen und erreichbaren Toleranzen zeigt die nachfolgende Tabelle:

Technische Daten zu Toleranzen

Dabei werden formgebundene von nicht formgebundenen Maßen unterschieden. Begrenzungsflächen, die innerhalb einer Kokillenhälfte liegen, werden als formgebundene Maße gekennzeichnet. Nicht formgebundene Maße sind solche, deren Begrenzungsflächen von Formteilungen durchschnitten oder aber von Kernen und Losteilen gebildet werden. Es sei darauf hingewiesen, dass es sich hier um Richtwerte handelt; die tatsächlich einhaltbaren Toleranzen müssen u. U. für den konkreten Einzelfall festgelegt werden und können enger oder weiter sein.

Im Wesentlichen liegt der Bereich der Bearbeitungszugaben für Schwermetall- Kokillengussteile zwischen 0,5 und 2,0 mm. Bei der Festlegung von Bearbeitungszugaben sind zusätzlich die entsprechenden Toleranzen zu berücksichtigen, um eine Mindestbearbeitungstiefe zu sichern. Das endgültige Maß lässt sich jedoch auch jederzeit vom Anwender in Abstimmung mit den PIAD- Gießereitechnikern festlegen. Die Zusammenhänge zwischen Bearbeitungszugabe, Gießwerkstoff und Größe sind aus der Tabelle ersichtlich. Dabei handelt es sich um erfahrungsorientierte Richtwerte.