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Know How > Toleranzen


KOKILLENGUSS: GENAUIGKEIT IST KEINE HEXEREI.

Die Maßgenauigkeit der Abgüsse ist u. a. von der Größe, dem Schwierigkeitsgrad des jeweiligen Gussteiles, dem Gießwerkstoff sowie den jeweiligen Wandstärken abhängig; die erzielbare Genauigkeit wird mithin durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst.

Für eine technisch-wirtschaftliche Betrachtung der Zusammenhänge folgt daraus, dass enge Toleranzen einen erhöhten Aufwand für den Formenbau sowie für alle weiteren Fertigungsstufen und Kontrollmaßnahmen bedeuten. Die einzuhaltenden Toleranzen sollten deshalb so genau, wie es die Funktion verlangt, und gießtechnisch so günstig wie möglich gewählt werden.

Die Zusammenhänge von Gussteilmaßen, Freimaßtoleranzen und erreichbaren Toleranzen zeigt die nachfolgende Tabelle; hierbei sind die für Kokillenguss aus Kupferlegierungen vorgesehenen Toleranzgrade DCTG 7 bis DCTG 9 durch einen roten Rahmen gekennzeichnet:

DIN EN ISO 8062-3

Technische Daten zu Toleranzen

Es sei darauf hingewiesen, dass es sich hier um Richtwerte handelt; die tatsächlich einhaltbaren Toleranzen müssen u. U. für den konkreten Einzelfall festgelegt werden und können enger oder weiter sein.

Im Wesentlichen liegt der Bereich der Bearbeitungszugaben für Schwermetall-Kokillengussteile zwischen 0,5 und 2,0 mm. Bei der Festlegung von Bearbeitungszugaben sind zusätzlich die entsprechenden Toleranzen zu berücksichtigen, um eine Mindestbearbeitungstiefe zu sichern. Das endgültige Maß lässt sich jedoch auch jederzeit vom Anwender in Abstimmung mit den PIAD-Gießereitechnikern festlegen.